
SLOWENIEN ist ein kleines Land im Herzen Europas, das überraschend viel zu bieten hat. Von den überragenden Gipfeln der Julischen Alpen über türkisfarbene Flüsse wie die Soča bis hin zur Adriaküste. Slowenien ist ein Paradies für Naturliebhaber und Abenteurer.
In diesem Artikel zeigen wir dir viele Highlight von Slowenien sowie Tipps zur Übernachtung im Camper. Außerdem erfährst du, was die beste Reisezeit für Slowenien ist.
Allgemeines zu Slowenien
Im Anschluss zähle ich einige Fakten über Slowenien auf. Ich bin gespannt, ob Du genauso überrascht bist wie ich?!
- Slowenien liegt in Mitteleuropa und grenzt an Österreich, Italien, Ungarn, Kroatien und die Adria.
- Die Amtssprache ist Slowenisch, wobei in einigen Regionen auch ungarisch und italienisch gesprochen wird.
- Währung: Euro
- Über 60% des Landes sind bewaldet. Slowenien zählt zu den grünsten Ländern Europas.
- Slowenien ist ein wahres Höhlenparadies. Die bekanntesten Höhlen sind die Postojna-Höhle und die UNESCO-geschützte Škocjan-Höhle.
- Das Dreiländereck der Kulturen: Slowenien vereint slawische, romanische und germanische Einflüsse in Sprachen, Kultur und Küche.
- Nationalgericht: „Potica“ ist ein traditionell gerollter Nusskuchen
Anreise aus Österreich
Wir sind von Österreich aus losgefahren, durch den Karawankentunnel in Kärnten (Maut: 8,80 €, Stand 2025). Für Slowenien braucht man eine Vignette, die uns 20 € gekostet hat und für eine Woche gültig ist. Die erste Nacht verbrachten wir noch in Kärnten an einer Raststation, kurz vor der Grenze – ideal, um am nächsten Morgen ausgeruht weiterzufahren.
Tipps zur Übernachtung im Auto/Camper
Grundsätzlich gilt, dass das Übernachten in Slowenien in einem Auto oder Camper verboten ist. In den meisten Fällen wird es jedoch geduldet. Besonders aufpassen sollte man in Nationalparks und auf Stellplätzen, wo das Übernachten explizit mit Schildern verboten ist. Denn dort können Strafen in Höhe von € 500 Euro anfallen. In abgelegenen Orten wird es aber oft geduldet, wenn man sich ruhig verhält.
Was solltest du beim Wildcampen beachten?
- Komme spät am Parkplatz an und verlasse diesen zeitig wieder. Denn im Auto ausruhen, ist erlaubt.
- Hinterlasse keinen Müll (das sollte sowieso selbstverständlich sein).
- Campiere nicht offensichtlich!
Heißt: Packe keine Campingmöbel aus. K ein Kochen. Kein Lagerfeuer. - Nutze Apps wie Park4Night – diese sind oft sehr hilfreich, da Nutzer ihre Erfahrungen teilen.
Wir nutzen diese App selbst oft. Leider sind mittlerweile viele Parkplätze mit „Parken verboten“ Schildern gekennzeichnet. Das ist dem vielen Tourismus geschuldet, da viele ihren Müll hinterlassen. Trotzdem kann man aber noch den ein oder anderen Platz für sich entdecken. - Meide Nationalparks für die Übernachtung.
Wir hatten zwar eine Übernachtung direkt im Nationalpark, mit dem Auto ist man aber nicht ganz so auffällig, wie mit dem Camper. Aber vielleicht hatten wir auch einfach nur Glück. Mit dem Camper hätten wir im Nationalpark eher nicht geschlafen. Die anderen Nächte verbrachten wir in kleinen unscheinbaren Dörfern, die wir sonst vermutlich nicht entdeckt hätten. Außerdem gibt es in den meisten Dörfern Trinkwasserbrunnen. Für uns ideal, da wir unsere Trinkflaschen auffüllen konnten. Wir nutzen immer unsere Filter-Flasche von Grayl, um das Wasser zu filtern, was bei den Brunnen aber nicht nötig gewesen wäre.
Beste App für´s Parken in Slowenien
In Slowenien zu parken kann sehr teuer sein. Von 6 Euro bis zu 40 Cent pro Stunde, war alles dabei. Für uns hat sich heraus gestellt, dass wir mit der App „EasyPark“ flexibel und bequem die Orte erkunden konnten. Die App ermöglicht es, Parkplätze bequem per Smartphone zu finden, zu bezahlen und die Parkzeit flexibel zu verlängern. Besonders das Verlängern der Zeit ist praktisch, falls man doch etwas länger bleiben möchte. Diese App ist in Slowenien weit verbreitet.
Beste Reisezeit
Als beste Reisezeit würden wir definitiv entweder die Vor– oder Nachsaison empfehlen. Slowenien ist in der Hauptsaison sehr teuer. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Parkgebühren in den Sommermonaten doppelt so hoch sind. So zahlten wir beispielsweise für´s parken zB € 1,50 pro Stunde, was auch voll in Ordnung ist. Jedoch finden wir 3 € pro Stunde (in der Nebensaison) schon eher viel. Vor allem, wenn man sich mehrere Orte an einem Tag anschaut und überall nur ein paar Stunden bleibt.
Die beste Reisezeit hängt natürlich ganz davon ab, was du unternehmen möchtest:
| Ausflüge / Aktivitäten | Beste Reisezeit | Besonderheiten |
| Outdoor-Aktivitäten & Sightseeing | Mai bis September Warm und meist sonnig (20-30°C) | Juli & August sehr touristisch (Sommerferien) |
| Wanderurlaub & Naturerlebnisse (zB Triglav Nationalpark) | April bis September | Wasserfällen sind besonders beeindruckend nach der Schneeschmelze (= viel Wasser) |
| Wintersport (zB Kranjska Gora) | Schneesicheres Gebiet, vor allem Jänner und Februar | Schifahren, Snowboarden, Winterwandern, Schneeschuhwandern |
| Frühling | April bis Mai | alles beginnt zu blühen, wenige Touristen, viele Aktivitäten sind günstiger |
| Herbst | Oktober | Bunte Laubblätter, angenehme Temperaturen, wenig Tourismus |

Unsere Highlights in Slowenien
Bled
Zwar nicht mehr unbekannt, aber dennoch sehenswert, ist der Bleder See. Hast du vor, den Bleder See zu besuchen, solltest du unbedingt auch einen
Wasserfälle
Slowenien – das Land der Wasserfälle. Wir besuchten insgesamt drei wunderschöne Wasserfälle. Jeder einzelne ist ganz individuell und auf seine Art besonders. Im Zeitraum von März bis Mai, eben nach der Schneeschmelze, sind diese sehr mächtig .
Im Sommer sind die meisten Wasserfälle ausgetrocknet und daher weniger eindrucksvoll. Trotzdem ist die Landschaft wunderschön und eine Reise wert.
Slap Savica
Das Besondere an diesem Wasserfall, ist der Anblick am frühen Morgen. Wenn die ersten Sonnenstrahlen auf den Sprühnebel treffen und ein Regenbogen über dem Wasserfall erscheint. Ein unglaublich schöner Moment.
Tipp: Vor den Öffnungszeiten, zahlst du keinen Eintritt. (Ab 8:15 Uhr Eintritt: € 4 Euro pro Person)
Am oberen Kassenhäuschen ist ein Tor, das jedoch nicht versperrt ist. Daher kannst du einfach durch gehen.
Slap Sobota – echter Geheimtipp
Ganz zufällig sind wir auf dieses unbekannte Naturjuwel gestoßen. Da wir im Auto übernachteten, parkten wir spontan in der Nähe dieses Wasserfalls und besuchten diesen gleich in der Früh. Es stellte sich heraus, dass es sich beim Slap Sobota um einen wahren Geheimtipp handelt. Generell ist die ganze Region Goriška (nahe der Grenze zu Italien) eher unbekannt und viel ruhiger als die typisch touristischen Orte wie zB am Bleder See.
Um den Wasserfall zu besuchen, kannst du hier parken. Eine kleine Bucht für ca vier Autos. Nach einem 15-minütigen Spaziergang durch den Wald, erreichst du auch schon den Slap Sobota.
Tipp: Am Weg kannst du außerdem noch deine Trinkflasche mit Wasser auffüllen.
Slap Boka
In der Nähe des Ortes Bovec, findest du einen der höchsten und wasserreichsten Wasserfälle Slowenien. Bedenke, dass auch dieser im Sommer fast komplett ausgetrocknet sein kann und dann eher unspektakulär wirkt. Wir waren Ende Mai vor Ort und recht beeindruckt von der Wassermenge. Bereits von der Straße aus, siehst du den Wasserfall. Einige Parkmöglichkeiten sind bei der Brücke vorhanden. Da es hier ein Kommen und Gehen ist, ergatterst du eigentlich immer einen Parkplatz.
Es gibt eine Aussichtsplattform, die du in weniger als 10 Minuten zu Fuß erreichst. Jedoch müssen wir zugeben, dass du über die Plattform nicht wirklich viel Näher zum Boka gelangst, als von der Brücke aus. Trotzdem lohnt sich unserer Meinung nach, der kurze Weg dorthin definitiv.
Text
mehr lange zu fahren. Unser erstes Ziel war der Wasserfall Slap Savica. Eintritt 4 € pP, wobei, wenn du vor 8:15 uhr dort bist, hast du erstens, den Wasserfall für dich alleine und zweitens zahlst du auch keinen Eintritt. Oben am Kassenhäuschen ist eine kleine Holztüre, die nicht versperrt ist. Hier kannst du durch gehen. Als wir zurück kamen, saß bereits der Kassierer in der Hütte, sagte zu uns aber nichts, dass wir etwas zahlen müssten. Am Vormittag ist dieser Wasserfall besonders schön, wenn die Sonnenstrahlen den Wasserfall erreichen und ein Regenbogen erleuchtet. Ein magischer Moment.
Im Anschluss fuhren wir weiter zum Bohinjsko Jezero See. Rundherum viel Natur. Die Spiegelung am morgen ist wunderschön. Das Wasser noch ruhig, keine Boote unterwegs. Für uns der perfekte Ort, um ein kleines Picknick zu genießen. Gestärkt fuhren wir dann nach Bled. Dort ist wohl der bekannteste See Sloweniens. Der Bleder See ist ein typisches Touristenziel und daher auch was die Parkplatzgebühr angent, echt teuer. Mit 25€/Tag oder 15€ für 4 Stunden, ein ziemlich teures Pflaster. Wir entschieden uns rauf zur Burg zu fahren und dort zu parken für 3€ pro Stunde. In zwei stunden gingen wir zu Fuß die treppen nach unten zum See, spazierten kurz am See entlang und beobachteten einige süße Schwanenbabys, bevor es wieder zur Burg rauf ging. Im Anschluss folgte dann die berühmte Vintgar-Klamm. Eintritt 15€ pP. Der Parkplatz ist kostenlos und zur Klamm gibt es einen Shuttlebus, der ebenfalls kostenlos angeboten wird. Dieser bus bringt dich direkt zum Eingang der Klamm. Schwierigkeitsgrad der Klamm würden wir mit sehr leicht beschreiben. Es geht immer geradeaus. Auch der Rückweg war schön zu gehen, vorbei an Kühen und weiter durch den Wald, zurück zum Eingang, wo der Bus zum Parkplatz abfährt. Am Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg, um in Richtung Südwesten zu fahren. Durch Slowenien durch, so grün und wunderschön, aber schmal. Mit dem alten Camper meiner Mum wäre es eine Herausforderung gewesen, diese schmalen Straßen zu fahren. Entlang der Straße hatten wir immer wieder tolle Aussichten über das Tal. Halt machten wir dann an der Spitze, wo wir eine abgelegene Kirche auf einem Hügel entdeckten. Das Motiv fanden wir so schön, dass wir einfach stehen bleiben mussten. Ein Foto darf da nicht fehlen. Der Name der Panoramastraße lautet: „Kroopa & Jannik“ Straßen. Für den nächsten Tag suchte ich ganz spontan einen kleinen See heraus. Dort wollten wir in der Nähe parken und die Nacht verbringen. Jedoch fanden wir einen tollen Platz in einem ganz kleinem Dorf, etwa 10 Minuten vom See entfernt. In dem Dorf gab es einen Trinkbrunnen und neben unserem Stellplatz war gleich der Wald. Ideal also, um dort die Nacht zu verbringen. Bevor es zu unserem absoluten Highlight in Slowenien ging, machten wir noch einen kurzen Spaziergang durch den Wald zum Wasserfall Slap Sobota. In nur 10 Minuten Fußweg erreichten wir diesen ruhigen Ort. Am Weg gibt es wieder einen Brunnen, wo wir unsere Filterflasche auffüllten. In Slowenien gibt es immer wieder Dörfer mit Trinkbrunnen. So waren unsere Trinkflaschen immer aufgefüllt. Einfach perfekt.Most na Soci, der wohl schönste Ort in Slowenien. Dass dieser Ort unser Lieblingsplatz werden würde, wussten wir vorher natürlich noch nicht. Ruhig, idyllisch, kaum Leute unterwegs, eine tolle Bar am See, Entenbabys und ein traumhafter Spaziergang entlang des Sees. Um nur ein paar Highlights zu nennen. Da dieser Ort noch total unberührt ist, sind die Parkgebühren mit 40 Cent die Stunde echt günstig. Tolmin und Kobarid, landschaftlich wieder eine grüne Oase mit vielen Panoramastraßen. Eine Wanderung zur Burg Kozlov Rob bietet den perfekten Ausblick über die Stadt Tolmin. Der Weg zur Burg ist schnell und einfach zu erreichen und führt bergauf durch den Wald. Vorbei kommst du an einer Höhle. Darin konnten wir auch Fledermäuse sehen, daher sind wir nicht weiter rein gegangen. Fledermäuse spüren unsere Wärme sofort und müssen so ihre Körpertemperatur wieder regulieren. Das kostet viel Energie für sie und stört ihre Natur. Daher gilt für euch, schaut kurz rein und haltet Abstand, wenn ihr Fledermäuse seht. Leuchtet sie nicht an mit dem Licht der Taschenlampe, sondern immer etwas an ihnen vorbei. Und weiter geht´s. Die Wanderung dauert hin und zurück circa eine Stunde. Wir brauchten etwas länger, da wir die Aussicht ganz oben genossen haben und die Sonne genießen konnten. Es gibt einen kostenlosen Parkplatz, von wo du auch noch eine Klamm besuchen kannst (Eintritt der Klamm: 8 €). Da alle Touristen die Klamm besuchten, waren wir auf der Burg wieder fast alleine. Irgendwann mussten wir dann auch mal duschen. Da fanden wir auch schon den ruhigen, eher unbekannten Platz „Nadiza“. Außerhalb der Saison kannst du hier kostenlos parken. (Saisonbeginn in Slowenien ist fast überall der Juni) Übernachten solltest du dort übrigens nicht. Im Fluss kannst du dich abkühlen und an den Steinen wieder aufwärmen. Wir haben dort unser Mittagessen verspeist und nach einer erholsamen Pause, brachen wir auf nach Boveč. Ein kleiner Ort in den Julischen Alpen und in der Nähe an der Grenze zu Italien. Jeden Freitag und Samstag ab 16 Uhr öffnen die Einheimischen ihre kleinen Holzhütten und bieten verschiedene traditionelle Köstlichkeiten an. Wer es aber klassisch lieber hat, findet dort auch Burger. Unsere Nachspeise waren Palatschinken/Pfannkuchen. Die sind wirklich sehr zu empfehlen. Sie werden mit verschiedenen Toppings und Füllungen angeboten und kosten nur etwa € 4 Euro. Nicht weit weg, direkt von der Straße Kobarid-Bovec aus, kannst du den Slap Boka sehen. Um einen noch besseren Blick auf den Wasserfall zu bekommen, empfehlen wir dir den kurzen Spaziergang zur Aussichtsplattform. Das kannst du nicht verfehlen. Es sind ziemlich viele Touristen in der Gegend, was aber nicht störte, da die meisten nur zum Durchfahren bzw für einen kurzen Zwischenstopp anhielten. Die Leute kommen und gehen und so waren wir für ein paar Minuten sogar alleine auf der Aussichtsplattform und haben den Blick auf die Felsen und das Wasser genossen. Weiter geht es ins berühmte Soca-Tal. Auch dort ist es einfach ein Traum, wie schön die Natur ist. Zwischen den Bergen und dem Soca-Fluss fährst du der Straße entlang. Ein Anblick, sofern von Zeit und Raum. Stress spielt hier keine Rolle. Uns wird bewusst, wie sehr wir das Leben genießen und wie frei wir uns fühlen. Gerade ein Roadtrip sorgt bei uns immer für ein schönes Freiheitsgefühl. Für uns war dieser Ort der ideale Schlafplatz für die kommende Nacht. Mitten im Nationalpark, der ruhigen Natur und dem Plätschern des Flusses. Da wir mit dem Auto unterwegs sind, ist es etwas einfacher einen Schlafplatz zu finden. Mit einem richtigen Camper würden wir wahrscheinlich nicht direkt im Nationalpark übernachten, sondern eher etwas außerhalb. Das Auto ist dann doch etwas unscheinbarer. Das kostenlose und frei zugängliche Freiluftmuseum in Ravelnik gehört unbedingt auf deine Liste, wenn du auf Geschichte, Höhlen und Bunker mitten im Wald stehst. Ein kurzer Weg durch den Wald führt zu restaurierten Überresten, die zeigen, wie das Leben auf der ersten Verteidigungslinie der österreichisch-ungarischen Armee im Bovec-Becken war. Dieses Freiluftmuseum zeigt zahlreiche Schützen- und Verbindungsgräben, Kavernen, Bunker, restaurierte Hütten und einen Krater an der Spitze, der von einer Granate übrig blieb, die während des Krieges diese Position traf. Der Stützpunkt, die für die Versorgung der Soldaten mit Munition, Nahrung und Medizin von großer Bedeutung war. Wir fanden dieses noch erhaltene Museum wirklich interessant. Es ist noch recht viel erhalten und wir konnten auch in die meisten Bunker hineingehen. (Betreten natürlich auf eigene Gefahr) Vergesst bei einem Besucht dieser Bunker und Höhlen auf keinen Fall eure Taschenlampen! Wir kommen auch schon bald zu unserem Ende der Tour in Slowenien. Von der Aussicht „Supca“ hatten wir wohl den schönste Blick auf die Julischen Alpen. Inmitten der Berge, hoch oben, der Blick über die grünen Wälder. Traumhaft schön. Es gibt nur sehr wenige Parkplätze an der Straße, aber da auch hier die meisten nicht lange bleiben, bekommt man eigentlich immer einen Parkplatz. Wir erkundeten diesen Ort etwas genauer und konnten unterhalb der Aussichtsplattform noch zwei weitere Höhlen entdecken. Die Aussicht Supca hat nämlich auch einen geschichtlichen Hintergrund. Sie liegt an der Trenta-Seite des Vršič-Passes in den Julischen Alpen auf etwa 1.381 m Höhe. Hier genießt du einen großartigen Blick auf das Trenta-Tal und die Bergketten Sloweniens. Der Šupca-Aussichtspunkt oberhalb des Trenta-Tals beeindruckt nicht nur mit grandioser Alpenpanoramalandschaft, sondern erzählt durch gut erhaltene Relikte einer historischen Seilbahn auch die faszinierende Geschichte alpiner Kriegslogistik im Ersten Weltkrieg. Neben der Aussicht, also etwa 5 Minuten mit dem Auto entfernt, befindet sich ein riesiger Parkplatz (der gerade noch weiter ausgebaut wird). Von dort aus verlaufen wieder unzählige Wanderwege in die Berge und Wälder der Julischen Alpen. Hier sind wir um etwas 11 Uhr morgens vorbei gefahren. Ein reiner Touristenhotspot für uns. Möchte man tatsächlich genau an diesem Ort eine Wanderung unternehmen, sollte man definitiv schon sehr zeitig unterwegs sein. Wir hätten auch keinen Parkplatz mehr bekommen, selbst wenn wir wollten. Die Leute parken bereits überall und dann noch mit der Baustelle und Ampel, war es etwas chaotisch dort oben. Aber keine Frage, landschaftlich natürlich wunderschön. Wir denken auch, dass dieser Pass bald gebührenpflichtig werden wird, da unten bereits ein Schranken aufgestellt wurde. Also eventuell in den nächsten zwei Jahren, wird sich hier etwas ändern. Auf diesem Vršič-Pass gibt es noch weitere schöne Parkgelegenheiten, um auszusteigen und kurze Spaziergänge zu unternehmen. Dort ist es auch deutlich weniger überfüllt. Unser letzter Stop in Slowenien war der smaragdgrünse Jasna-See. Dieser See befindet sich am Fuße des Vršič-Passes bei Kranjska Gora. Es sind zwei künstlich angelegte, türkisfarbene Gletscherseen mit glasklarem Wasser. Perfekt für ein Foto mit Spiegelung der Alpen im Wasser. Traumhaft schön, finden wir. Nachhause ging es für uns über Kärnten. Einen Nachmittag am Faakersee, bevor es wieder ab in den Alltag heißt.
